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Monatsspruch März 2011Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, denn von ihm kommt meine Hoffnung (Psalm 62,6)
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In unserem Leben geht es laut zu! Zu
Hause, in der Familie, hat jeder möglichst gleichzeitig irgendetwas zu
berichten, und nebenbei klingt noch Musik aus dem Radio. Menschen, die allein sind, schalten das Fernsehgerät ein, damit eine Stimme erklingt und es nicht so still im Zimmer ist. Und
auch außerhalb des Hauses ist es weder im Sommer noch im Winter einmal
richtig leise. Rasenmäher, Kreissägen oder Schneepflüge verbreiten
unangenehme Geräusche. Sogar im Wald hört man Autolärm von der nahen
Fernverkehrsstraße. Wir Menschen haben uns an die laute Welt gewöhnt. Nur selten stört uns der Krach. Viel eher macht uns die Stille Angst. Uns
fällt es schwer, zur inneren Stille und Ruhe zu kommen. Wir kommen ja
kaum zur äußeren Ruhe. „Ach, ich freue mich auf den Urlaub, endlich mal
Ruhe!“ Und wie sieht es dann meistens aus? Dieser Ausflug und
diese Besichtigung muss unbedingt gemacht werden, man will ja zu Hause
mitreden können. Wenn man dann doch am Strand liegt, wird ein Buch
gelesen. Das Buch hatte man schon einige Jahre zu Hause, aber nun muss
es gelesen werden.  Wie
wunderschön ist es, abseits vom Menschentrubel am Strand zu sitzen und
auf das Meer zu schauen oder auf einer Bergwiese den Wolken
nachzusinnen oder ganz still und allein in einer großen Kirche zu sein.
Aber nicht nur im Urlaub, auch zu Hause kann man Momente der Stille
empfinden. Glitzernder Schnee im Mondschein, der Sternenhimmel, die
ersten Blüten des Frühlings, der jubelnde Gesang eines Vogels lässt uns
Stille ahnen. Ja, wir empfinden diese äußere Ruhe und Stille
wunderschön und sehnen uns nach der Stille der Seele, von der der
Psalmist singt. Aber, es ist schon schlimm, wir nehmen uns dafür viel zu wenig Zeit.
Der Monatsspruch März steht im 62. Psalm, dem Psalm der Stille.
Im Internet fand ich folgende Definition: „Stille
bezeichnet in der deutschen Sprache die empfundene Lautlosigkeit,
Abwesenheit jeglichen Geräusches, aber auch Bewegungslosigkeit.“
In
der Bibel gibt es noch mehrere Stellen, die von uns Stille fordern, die
zur Stille aufrufen, die uns sagen, dass uns aus der Stille zu GOTT
Segen und Hilfe erwächst. Aber diese Stille kommt nicht so einfach
über uns, sie muss geübt und erlernt werden. Wenn wir beten, ob laut
oder leise, dann danken und loben wir GOTT, wir halten Fürbitte, bitten
für uns und unsere Familien, legen GOTT unsere Probleme zu Füßen und
bitten um Lösungen. Einfach die Hände zu falten und ganz stille zu
sein und zu lauschen, was GOTT uns sagen will, das fällt sehr schwer.
Das beginnt schon damit, einen Ort der absoluten Stille zu finden, wenn
man nicht gerade allein lebt. Unsere evangelischen Kirchen sind außer zum Gottesdienst verschlossen. [o] Es ist auch kaum möglich, vor, während oder nach dem Gottesdienst die Stille, die Abwesenheit jeglicher Geräusche, zu spüren. Es
fällt uns schwer still zu sitzen, und noch schwerer ist es, die
Gedanken bei GOTT zu lassen und nicht abzuschweifen. Wenn wir es aber
immer wieder versuchen, dann wird uns innere Stille, die Stille der
Seele, geschenkt, dann erfahren wir den großen Segen, der uns aus dem
Monatsspruch erwächst, die Hoffnung auf GOTT, der uns hilft, ohne unser
Zutun und unsere Bemühungen. Dann hören wir GOTTES Stimme
in dem „stillen, sanften Sausen“ (1. Könige 19 / 12) und finden den
Weg, den wir gehen sollen, den Weg der unsere Nöte stillt und unsere
Probleme löst. Käte Lindner
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