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Monatsspruch Mai 2011Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes. (Römer 15,13)
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Unsere
Stellung zu unserem Herrn Jesus Christus ist doch meist zu kurzsichtig
und zu kleinmütig. Wie Millionäre, die mit Streichhölzern sparen, weil
sie es aus ihrer kargen Jugend nicht anders gewohnt waren! Wir tun so,
als wäre das Glauben, mit der Hälfte der Gaben Gottes auszukommen und
das übrige als Guthaben für schlechte Zeiten in der himmlischen Bank zu
lassen. Nein, er will uns nicht bloß mit Friede und Freude bis zur Hälfte unseres Herzens fülle n,
sondern ganz; er will uns nicht nur eine oder anderthalb
Freudenstückchen schenken und das übrige sorgfältig aufsparen, sondern:
Gebt meinen Kindern alle Freude und ganzen Frieden! Würden wir
unser Herz weit machen, solche Gaben ganz zu nehmen, würde die Hoffnung
auf eine herrliche Zukunft auch nicht oft lahm und schmal am Rande
unseres Christenlebens ihr Leben fristen, sondern stark, mächtig,
jauchzend werden. Oder vielleicht ist sie das bei Dir ja schon? Stattdessen
fristen wir oft unser kurzes Leben mit Kleinlichkeit, Spitzfindigkeit
und Abgrenzung vor dem Andern. Den Blick, auch als Christen vielfach
statt auf Gottes Verheißung auf uns selbst gerichtet. Unser
Monatsspruch spricht höchst aktuell zu uns. Spricht diesen wunden Punkt
an. Spricht zu Dir und zu mir. Damals war das nicht anders, als Paulus
diese Worte an die Christengemeinde in Rom schrieb: In Rom gab es
auch Schwierigkeiten. Da gab es die Fleisch essenden Christen und dann
gab es die Gemüse essenden Christen. Die Gemüse essenden Christen sahen
die Fleisch essenden Christen als gar keine richtigen Christen an. Bei
denen stimmt mit dem Glauben etwas nicht. Und so „schossen“ sie gegen
ihre Glaubensgeschwister. Hintergrund dazu war, dass Fleisch in
der Antiken Welt vom heidnischen Metzger automatisch den Götzen geweiht
war. Nun gab es Christen, die sagten: Wenn das Fleisch der Diana
oder dem Jupiter geweiht ist, dann darf ich als Christ dieses Fleisch
nicht essen. Die anderen sagten: Götzen sind doch nur hausgemachte
„Nichtse“. Das hat doch keinen Einfluss auf mich. So schwelte ein
ernster Streit zwischen Fleischessern und Vegetariern im Antiken Rom
unter den Christen. Sie waren hoffnungslos verkracht. Man könnte
es sich ja einfach machen und sagen: „Rom ist groß genug, da machen wir
eine Gemeinde für Fleisch essende Christen und eine für Vegetarier.“ Doch
das ist nicht der Weg des Paulus. Für Paulus waren sie auch nicht
hoffnungslos verkracht. Außerdem gab es noch mehr Probleme. Viele
jüdische Christen waren der Meinung, dass aus dem Heidentum kommende
Christen die jüdischen Lebensregeln übernehmen müssten. Sie müssten
also jüdische Gesetze wie Beschneidung, koscheres Essen und den Sabbat
halten. Wieder gab es Streit in der Gemeinde. Es schien hoffnungslos zu
sein. Christen attackierten Christen. Man kann auch nicht
dauernd neue Gemeinden gründen wegen solcher Streitigkeiten. Es sieht
hoffnungslos aus. Doch Paulus hat Hoffnung. Nicht nur in Rom gab es diese Probleme. Ich kenne sie auch aus unserem Raum. Christen attackieren Christen. Da
hat der eine den anderen gefressen. Mit dem kommt er einfach nicht
klar. Wenn er ihn schon sieht, dann klappt ihm das Taschenmesser in der
Hosentasche auf. „Wenn ich sehe, wer da am Sonntag alles in die Kirche
rennt! Und wie die sich im Alltag benehmen. Das hat nichts mit Glauben
zu tun. Da brauch ich nicht hinzugehen. Ich bin auch so ein guter
Christ“ Ob dieser Satz oft Ausrede ist oder nicht: Kennst
Du auch solche Geschwister im Glauben, die Du gefressen hast. Von denen
Du nichts Gutes erwartest oder die Dich fürchterlich aufregen? Wer
steht jetzt vor Deinem inneren Auge?
Gerade weil ich weiß, dass
ich bei allem Bemühen nicht vollkommen bin, andere verletze, brauche
ich den Gottesdienst, brauche die persönliche Beziehung zu Jesus.
Brauche ich die Buße. Vergebung und das heilige Abendmahl. Brauche ich
die Gemeinschaft der anderen Christen. Alles andere wäre selbstgerecht
oder Bruderkrieg. Wie bei Kain und Abel. „Deshalb bete ich, dass
Gott, der euch Hoffnung gibt, euch in eurem Glauben mit Freude und
Frieden erfüllt, sodass eure Hoffnung immer größer wird durch die Kraft
des Heiligen Geistes.“ Denke daran, dass Gott Dich beschenken
möchte. Ganz konkret mit Seinem Heiligen Geist. Dieser Geist gibt uns
das, was wir uns selbst nicht geben können. Nämlich geduldig den
anderen zu ertragen und anzunehmen. Hoffnung – zunächst für mich -
und für die anderen, die mich nerven und belasten. Hoffnung für uns
alle, für unsere Gemeinde. Sein Geist will uns Frieden geben. Weil wir
so oft versagen und vor Scherbenhaufen stehen. Und dieser
Geist will uns Freude schenken. Freude auf Kommando funktioniert nicht.
Aber wenn Gottes Geist uns erfüllt, wächst ganz allmählich Freude. Paulus sagt an anderer Stelle: Lasst euch immer wieder mit dem Heiligen Geist erfüllen. Jeden Tag. Bete um seinen Geist, damit er uns und unsere Beziehungen reinigt und damit er uns erfüllt. Drei Dinge sind wichtig, um Beziehungsstress zu vermeiden oder zu entschärfen und Gemeindewachstum zu ermöglichen : 1. Auf Jesus sehen 2. In der Bibel lesen 3. Sich von Gottes Geist erfüllen lassen.
Herzlichst, auch im Namen unserer Kirchvorsteher und Mitarbeiter
Euer Pfarrer Fuß
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Kirchgemeinde Lauterbach im Erzgebirge | 
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