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Gott spricht: Suchet mich, so werdet ihr leben. (Amos 5,4) |
Liebe Gemeinde!Panik
auf der Titanic! Der Eisberg kommt immer näher. Das Riesenschiff kann
nicht mehr herumgerissen werden. Es gibt kein Entrinnen mehr. Das
Schiff wird sinken. Alle Menschen werden sterben. Es ist zu spät.
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Ähnlich aussichtslos ist die Lage der Israeliten, als der Prophet Amos
ihnen das Wort Gottes ansagt. Amos steht vor seinem Volk und hält
Totenklage. Er beklagt den Tod der Leute, die ihm zuhören. Der Prophet
Gottes hält Totenklage über lebendige Menschen. Und die Leute merken
noch nicht einmal, wie ernst es um sie steht.
Israel hat sich von
seinem Gott entfernt. Der Wille Gottes wird bei ihnen mit Füßen
getreten. Keiner fragt mehr nach seinen Geboten.
Die Armen werden unterdrückt und durch überhöhte Abgaben belastet.
Wer dem Volk die Wahrheit sagt, der wird kalt gemacht.
Wer gerechte Urteile spricht, der wird nicht mehr ernst genommen.
Der Ehrliche ist der Dumme. Der Kluge muss schweigen.
Es ist böse Zeit.
Immer
wieder haben Propheten das Volk zur Umkehr gerufen. Aber das scheint
alles vergeblich gewesen zu sein. Es ist nicht mehr fünf Minuten vor
zwölf. Es ist bereits zu spät. Israel wird sterben. Das ist so gewiss,
dass Amos sich hinstellt und den Tod seines Volkes beklagt. Das Schiff
des Volkes Gottes wird sinken.
Wenn dies Gottes letztes Wort an
Israel gewesen wäre, dann wäre dies das Todesurteil über alle Menschen
gewesen. Dann wären auch wir lebendig tot. Dann gäbe es kein ewiges
Leben, sondern nur ewigen Tod, ewige Verdammnis, ewige Trennung von
Gott.
Das wäre die Hölle - für alle.
Aber mitten in diese Totenklage hinein lässt Gott seinen Propheten ein Hoffnungswort hinein sagen:
„Sucht mich, so werdet ihr leben.”Wie
sieht das aus, wenn wir an unser deutsches Land denken? Die Aussagen
des Amos scheinen in höchstem Maße aktuell zu sein. Nach dem Willen
Gottes fragt kaum noch einer.
Hunderttausende von Kindern müssen
in unserm Land sterben, weil sie stören. Frauen lassen verzweifelt
abtreiben, weil sie schmählich im Stich gelassen werden von den Vätern
ihrer Kinder, von ihren Familien und von uns. Bei so vielen Leichen im
Keller geht das Gewissen kaputt.
Die Sünde wird nicht mehr Sünde
genannt. Und wo Sünde als rechtmäßig angesehen wird, da laufen die
Leute mit offenen Augen in den Tod und merken es noch nicht einmal.
Wo
Sünde nicht mehr Sünde ist, da braucht auch keiner einen Heiland.
Wo
Sünde nicht mehr Sünde ist, da werden auch Tod und Teufel geleugnet; da
gibt es keine ewige Verdammnis mehr.
Es sieht schlimm aus hinter den
Kulissen unseres Landes.
Amos hätte allen Grund über unser Land
Totenklage zu halten. Doch Gott hat sich selbst auf die Suche gemacht
nach seinem Volk, nach uns. Er hat seinen Sohn Jesus Christus mitten
hinein gesandt in unsere gefallene Welt der Sünde und des Todes.
Es
gibt Rettung. Der Zeiger auf der Ewigkeits-Uhr Gottes steht noch
vor zwölf. Keiner weiß, wie lange noch.
Aber - solange er lebt - kann
jeder bei Jesus Vergebung, Rettung und Leben finden! Jesus Christus
steuert sein Schiff sicher durch drohende Eisberge und andere
Todesbringer hindurch.
Seit deiner Taufe lebst du nicht mehr in jenem Titanic-Todesschiff der Sünde.
Wenn Du in der persönlichen Verbindung stehst mit dem Sohn Gottes, hast du das ewige Leben - nach dem Tod und schon heute.

Lasst uns als Christen nicht einstimmen in den Chor der Hoffnungslosigkeit: Es geht alles den Bach runter.
Lasst
uns mit Amos deutlich machen:
Ohne Jesus sind wir auf dem Weg ins
Verderben und in die ewige Verdammnis. Da gibt es auch kein vielleicht
mehr, was uns ohne Christus ins Leben bringen könnte.
Sucht
mich, so werdet ihr leben. Sucht also nicht eure Genusssucht, sondern
den Geber aller guten Gaben; sucht Gott selbst, der euch gerne gibt.
Sucht nicht euren Egoismus, sondern sucht den Geber, Gott selbst, auf
dass ihr euer Leben im Angesicht Gottes gestaltet. Und das führt zu
einem doppelten Ergebnis: Wer sein Leben im Angesicht Gottes gestaltet,
der kann wirklich das Leben genießen, und zwar genießen im Sinne von
praktiziertem Dank. Danke, mein Herr und mein Gott, für die Früchte!
Jemand
sagte einmal provokativ: „Das, was nicht geteilt wird, ist auch nicht
gesegnet und ungenießbar.“ Darum: „
Sucht mich, so werdet ihr leben.“
Sucht den lebendigen Gott, dankt ihm von Herzen für das, was er euch
schenkt, auch hier im reichen Deutschland, genießt das und habt offene
Augen und Herzen für Menschen in Not und teilt gerne.
Euer Pfarrer Bernhard Fuß
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Kirchgemeinde Lauterbach im Erzgebirge | 
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