Herzlich willkommen auf der Homepage
der Kirchgemeinde Lauterbach


Willkommen

Unsere Kirchen
- Heilandskirche
- Wehrkirche

Über uns
- Gitarrenkreis
- Frauenkreis
- Junge
   Gemeinde
-  Kirchenchor
- Kreis junger
   Erwachsener

- Posaunenchor
- Mitarbeiter 
- Kontakt 

Gottesdienste
Treffpunkt  
Informationen

§§ Mitteilungen
- Kirchenvorstand
- Friedhof
- Kirchgemeinde 

Gedanken und
Zusammenhänge

Erklärung/ Discleamer

:: Klinikseelsorge
    Zschopau

:: Junge
    Gemeinde

:: Kirchenbezirk 

:: News der Marien-
   berger Kirchen

:: EKD -
    Newsletter




Gedanken zum Monatsspruch Februar 2010

 


Die Armen werden niemals ganz aus deinem Land verschwinden. Darum mache ich dir zur Pflicht:
Du sollst deinem Not leidenden und armen Bruder,
der in deinem Land lebt, deine Hand öffnen.

(5.Mose 15,11)

Und in Deutschland sind acht Millionen Menschen von Armut bedroht: Beschäftigte im Niedriglohnsektor, Rentnerinnen, alleinerziehende Mütter mit Ihren Kindern.
Über die Frage, wie man Armut definiert, kann man sicher streiten. Dabei spieln viele Zahlen eine Rolle: internationale Vergleiche, EU-Statistiken, das mittlere Einkommen, die Schwelle zum Sozialtransfer.
Aber Armut ist eben nicht nur eine Frage des Einkommens. Der letzte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung stellt erstmals fest, dass Armut wie Reichtum von den Bildungs- und Teilhabechancen abhängt. Wenn sich nichts ändert in unserem Schul- und Ausbildungssystem, werden wir es bald schon mit 20 % „Abgehängten” zu tun haben. So groß ist nämlich die Zahl der jungen Leute ohne angemessenen Schul- und Lehrabschluss.

Verschwindet die Armut wirklich niemals aus unserem Land? Aus unserer Welt? Es sieht ganz so aus. Auch das Ziel, die absolute Armut in der Welt bis 2015 zu halbieren, werden wir wohl nicht erreichen. Dabei mangelt es nicht an Geld, sondern an Phantasie und Bereitschaft zum Teilen. Auch wir Christen tun uns oftmals schwer, die Hände und die Kirchentüren zu öffnen.

Und doch geschieht es: Kinderkleiderkammern, Schultütenaktionen, Lernmittelläden von Gemeinden tragen dazu bei. Christen engagieren sich in der Tafelbewegung, Gemeinden gegen Armut und Ausgrenzung. Sie machen die Türen auf und laden andere an ihren Tisch ein – wie Jesus es gewollt hat. Denn solange andere wie der arme Lazarus (Lukas 16,19 ff) nur von den Resten leben, die wir von unserem Reichtum übrig lassen, kann sich nichts ändern in der Welt.

Und doch wäre es möglich. Skandinavien und die Niederlande sind diesem Ziel in den 80er Jahren sehr nahe gekommen. Sie haben für eine Verbesserung der unteren Einkommen gesorgt und damit die „Mitte der Gesellschaft”, von der jetzt soviel die Rede ist, gestärkt.

In den letzten Jahren ist zwar auch dort der Abstand zwischen den oberen und unteren Einkommen wieder gewachsen. Aber Wege der Veränderung sind möglich!
Lassen wir uns im Herzen berühren, wie Gott es möchte!

Ihr Pfarrer Diethelm Eckhardt


 ©  Kirchgemeinde Lauterbach im Erzgebirge

nach oben